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endstation:kameraspaziergang

Aktionsbündnis gegen den Ausbau von Videoüberwachung Wiki-Home Website Tor

Kamera Kiezspaziergang

- Spaziergang durch die überwachte Stadt -

Ziel

  • Gemeinsam die Stadt erkunden, kein frontaler Input
  • Bandbreite an Überwachungskritik/Stadtentwicklung/technologischer Angriff
  • Zielgruppen: interessierte Leute aus Berlin, ggf. mal mit Touris probieren
  • zum Mitmachen (ggf. Selbstläufer)
  • regelmäßig
  • Export von Aktionskarten für Aktivist_innen
  • Ggf. Fotoaparat

Vorbereitung

Besprechen was das Ziel ist und wie mit doofen Leuten/Situationen/Polizei umgegangen wird.

Das muss alles mitgenommen werden:

  • Klemmbret und Stiffte
  • Formulare
  • Input Infos
  • Anleitungen
  • Messwerkzeug

Das kann vorher recherchiert werden:

  • Auf Google Maps nach Geschäften in der Nähe schauen > Stoßzeiten anzeigen (ggf. ausdrucken und mitnehmen)
  • Nach Mobilfunkmasten schauen ( https://emf3.bundesnetzagentur.de/karte/Default.aspx ) > Karte ausdrucken und mitnehmen
  • Nach Postfilialen schauen ( https://standorte.deutschepost.de/Standortsuche ) > Passende Filiale auf der Route eintragen
  • Nach U-Bahnhöfen schauen > In Karte eintragen (Hier wird später die Anzahl der Kameras notiert)
  • Nach Polizei in Gebiet suchen (Auf Google Maps zum Bereich navigieren und „Polizei“ suchen) > In Karte eintragten

Ablauf

Start

  • Input
  • Wie funktioniert das Formular?
  • Eine Straße gemeinsam gehen

Durchführung

  • Inhalt erzählen
  • In Kleingruppen aufteilen (Leute einigen sich auf Routen im Gebiet)
  • Formular füllen (ggf. in Läden und an Bahnhof nur Zählen)
  • Wieder zusammenkommen

Ende

  • Input: Wie geht Kartografieren?
  • Gemeinsames Editieren im Hackspace
  • Chillen, Diskutieren und Trinken
  • Ggf. Briefe an Datenschutzbeauftragt

Erfahrungen

  • Achtung vor Ladenmitarbeiter*innen
  • Braucht Zeit (max. 7/std)
  • Eintragen ging gut (GPS-Daten & Adresse geht nicht gut, direkt per Klick in die OSM)
  • Auf Karte sehr genau eintragen wo

Mobi

  • bei Zeitwahl Zielgruppe mitdenken
  • wir wollen keine Diskriminierung
  • Verkleidung mitbringen oder ggf. vor Ort
  • für Erfahrene: OSM-Account und GPS Gerät

Ankündigungstext Deutsch

Kiezspaziergang: Überwachungskameras kartieren

An vielen Orten im öffentlichen Raum hängen Überwachungskameras: im öffentlichen Nahverkehr, vor Läden, an öffentlichen oder privaten Gebäuden - es gibt kaum noch Orte, an denen keine Kameras installiert sind. Es gibt sie in allen denkbaren Größen und Formen: Manche sind groß und auffällig, viele aber klein und unscheinbar und oberhalb des menschlichen Sichtfeldes angebracht.

Ihr Zweck ist es, dass du dich beobachtet fühlst. Diejenigen, die sich nicht konform verhalten, sollen abgeschreckt und eingeschüchtert werden. Gesellschaftliche Probleme werden so nicht gelöst, sondern bestenfalls verdrängt. Gleichzeitig werden immer mehr Grundrechte ausgehöhlt: Wer auf sein Recht auf Privatsphäre pocht, macht sich verdächtig. Diese Dynamik möchten wir umkehren.

Bei unserem Kiezspaziergang wollen wir Überwachungskameras kartieren. Gemäß dem Motto „Surveillance under Surveillance“ werden wir gemeinsam Informationen über Ort, Höhe und Blickwinkel von Überwachnungskameras im öffentlichen Raum sammmeln und anschließend in OpenStreetMap eintragen. Dort sind Sie für jede_n kostenlos einsehbar.

Ankündigungstext Englisch

Neighborhood walk: mapping surveillance cameras

Surveillance cameras are present everywhere in the public space: in public transport, in front of shops, at the entrances of public or private buildings … There are hardly any places where no cameras are installed. Sizes and shapes vary: some are big and obvious, many small and inconspicuous, mounted above the human field of vision.

Their purpose is to make you feel watched. Those who are not compliant should feel intimidated and change their behavior. Social problems are not solved, but at best shifted to other places. At the same time, more and more fundamental rights are eroding: those who insist on their right to privacy are suspicious. We want to reverse this dynamic.

During our neighborhood walk, we want to map surveillance cameras. According to the motto „Surveillance under Surveillance“, we will jointly collect information about the location, height and angle of surveillance cameras in public space and then enter it into OpenStreetMap. Here the information is free for everybody.

Kurzer Text

Kiez-Spaziergang durch die überwachte Stadt

Wir wollen gemeinsam die verschiedenen Formen der technischen Überwachung in der Stadt erkunden. Dabei wird es nicht nur einen Input zu den Beispielen vor Ort geben, sondern auch Interaktive-Phasen. In diesen laufen wir als Kleingruppen durch den Kie,z um die Kameras zu dokumentieren. Im Anschluss wollen wir die gesammelten Daten gemeinsam in entspannter Atmosphäre in eine OpenStreetMap eintragen.

Mitbringen: Laptop falls möglich

Karten

Der Fortschritt was schon gelaufen wurde sollte in die Karte eingetragen werden.

Nach einer Stunde sollte es sichtbar werden auf: Surveillance under surveillance

Projekte anderer Gruppen

  • Leipziger Kamera hat sowohl Film als auch einen Audio-Guide zum Rundgang erstellt:
  • Geschichte (der ersten Kamera)
  • Überwachung per Smartphone (Massen und Individuelle Überwachung)
  • Allgemein digitale Überwachung
  • Kameras in den Straßen
  • „Letztes Graffiti“ und wie die Stadt die Szene verfolgt
  • Neoliberale Stadt (Durchkapitalisierung der Räume und Aufwertung)
  • Private Bereiche statt öfffentliche Raum (erkennbar durch eigenen Hausordnungen, welche verbieten was den Kauf von Waren/Dienstaleistungen stört)
endstation/kameraspaziergang.txt · Zuletzt geändert: 2019/05/14 23:47 von moritz